Lesenswertes


Rechtsansprüche für volljährig werdene Pflegekinder

Die Gesetzeslage gem. § 41 SGB VIII ist eindeutig: Die Hilfe für junge Volljährige soll, wenn sie notwendig ist, in der Regel bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gewährt werden, in begründeten Einzelfällen auch darüber hinaus. Anspruchsinhaber ist der junge Volljährige. Er soll auch nach Beendigung der Hilfe bei der Verselbständigung im notwendigen Umfang beratend unterstützt werden.(...)

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Betreuung von Pflegefamilien durch freie Träger der Jugendhilfe

Hier die Anfrage des Landesverbandes an alle Jugendämter in Schleswig-Holstein zur Betreuungssituation von Pflegeeltern:
 

Sehr geehrte Leiterinnen und Leiter der Jugendämter,

der KiAP-Landesverband wurde mehrfach von Pflegefamilien darauf angesprochen und um Rat gefragt bezüglich der Betreuung von Pflegeeltern durch freie Träger. Die Praxis im Land Schleswig-Holstein ist nach unserer Einschätzung sehr uneinheitlich. Wir bitten Sie deshalb im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes um Auskunft...weiter


Die Kinder- und Jugendhilfe bedarf grundlegender Reformen!

Gemeinsame Erklärung zum Tod von Chantal (11) in Hamburg und von Zoe (2) in Berlin auf Initiative der Deutschen Kinderhilfe e.V. und der Projektgruppe „Strukturanalyse Fremdunterbringung“:

Die aktuellen Fälle der elfjährigen Chantal, am 16. Januar in Hamburg-Wilhelmsburg und der fast dreijährigen Zoe, in Berlin-Pankow gestorben - obwohl die Kinder jeweils der Jugendhilfe bekannt waren und die Familien durch Jugendhilfeträger betreut wurden - machen die schweren Defizite und den Bedarf an strukturellen Reformen in Deutschland auf erschreckende Weise wieder einmal deutlich.


Wie kommen Pflegekinder zu ihrem Recht?

Wenn Kinder aus einer Familie herausgenommen werden, so müssen sich ambulante und teilstationäre Hilfen als nicht hinreichend bzw. erfolglos erwiesen haben, um in der Wahrnehmung des Wächteramtes des Staates diesen Eingriff in das Elternrecht zu vollziehen. Somit wird das Jugendamt dann tätig, wenn eine Kindeswohlgefährdung oder Schlimmeres geschehen ist oder droht. In der Praxis ist es so, dass Kinder oft schon über längere Zeit in Gefährdungssituationen gelebt haben, in hohem Maße in ihrer Entwicklung beeinträchtigt wurden und dies oft schon in frühem Alter. Man kann davon ausgehen, dass bis zu 70% der Pflegekinder mehr oder weniger stark traumatisiert sind. Das heißt, dass diese Kinder kaum in der Lage waren, Vertrauen in die Welt und die Menschen zu gewinnen, dass sie sich in lebensbedrohlichen Situationen befanden bzw. empfanden und kaum tragfähige Bindungen aufbauen konnten...weiter


Rückführungs-studie- ein Zwischenbericht

Gelingende und misslingende Rückführungen von Pflegekindern in ihre Herkunftsfamilien

 

Zwischenbericht über eine empirische Untersuchung der ArbeitsGemeinschaft für Sozialberatung und Psychotherapie (AGSP ) und der BundesArbeitsGemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien (BAG-KiAP ) von Christoph Malter und Birgit Nabert. ..weiter


Deutscher Familiengerichts-tag zur Situation von Pflegefamilien

Hier stellen wir das Ergebnis des Arbeitskreises Deutscher Gerichts- und Familientag zur Verfügung...weiter


Odyssee des Pflegekindes "Dennis"

Ein im HH-Abendblatt erschienener Artikel über die gerichtliche Odyssee des Pflegekindes “Dennis”* und seiner Pflegeeltern, hat dazu geführt, dass immer mehr Bürger ihrem Unmut über diese Vorgehensweise, schriftlich beim HH-Abendblatt, kundtun.Dieser, vom Landesverband KiAP-Schleswig-Holstein, öffentlich gemachter Fall, bewegt die Menschen. Deshalb erreichen immer mehr Spendenanfragen das HH-Abendblatt und auch den Landesverband.

Die Menschen wollen sich mit den Pflegeeltern “Schneider”*solidarisieren, damit sie weiter für ihren Pflegesohn “Dennis”* kämpfen können.

Der Landesverband hat deshalb ein Spendenkonto zur Verfügung gestellt.

Spenden gehen bitte an:

Empfänger: LV KiAP

Bank: Raiffeisenbank Kaltenkirchen eG

Konto-Nr.: 88056

BLZ: 200 691 25

Verwendungszweck: "Dennis"

 

Alle eingehenden Spenden werden an die Familie "Schneider"* weitergeleitet.

Sollten Sie eine Spendenbescheinigung benötigen, senden Sie uns ihren Namen und Anschrift an info@kiap-sh.de

* Alle Namen wurden aus rechtlichen Gründen geändert.


Holzmindener Kinderschutzkonferenz

Forderungen der Holzmindener Kinderschutzkonferenz zur Verbesserung des Kinderschutzes

Alarmiert von den zahlreichen Traumatisierungs- und Todesfällen durch Vernachlässigung, Mißhandlung und Mißbrauch trafen sich am 3. September in Holzminden 24 Experten verschiedener Fachrichtungen, um zu diskutieren, wie Kinder in Zukunft besser geschützt werden können. Einladende waren die »Stiftung zum Wohl des Pflegekindes«, die »Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien« (BAG-KiAP) und die »Arbeitsgemeinschaft für Sozialberatung und Psychotherapie« (AGSP). Das wichtigste Resultat waren die Stellungnahmen der Teilnehmer zu dreißig kinderschutzpolitischen Positionen.


Erkenntnisse von Bindungs- und Traumaforschung

Nachfolgender Beitrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Gisela Zenz, Universität Frankfurt / Main, Mitglied im Beirat unseres Landesverbandes, geht auf immer wieder viel diskutierte Themen im Pflegekinderwesen ein:

- Entwicklungen in der Bindungs- und Traumaforschung

- Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdung - Familienhilfe und / oder außerfamiliäre Unterbringung des Kindes?

- Außerfamiliäre Unterbringung mit Rückkehr-Option oder als Dauerpflege?

- Besuchskontakte – Förderung, Einschränkung oder Ausschluß ?...weiter