Jahresbericht 2017-2018


Lohbarbek, den 26.  Mai 2018

Zu Anfang meines Jahresberichtes möchte ich darauf hinweisen, dass die Betreuer den Kindern keinerlei erforderliche Medikamente verabreichen dürfen. Dieses ist durch die Eltern / Erziehungsberechtigten selbst vorzunehmen. Die Eltern / Erziehungsberechtigten müssen die Betreuer auch über Unverträg-lichkeiten von Lebensmitteln im Einzelnen informieren und ggf. beim Essen für ihre Kinder Sorge tragen.

Mitgliederstand zum Ende des Berichtzeitraumes 2018:

218 Mitglieder in Vereinen und Gruppen sowie Einzelmitglieder verzeichnen können. Weiterhin melden sich auch Mitglieder aus anderen Bundesländern in unserem Verein an.

Die ehrenamtlich gearbeiteten Stunden des Geschäftsjahres 2017 beliefen sich auf 1619 Stunden. Insgesamt ist die Gesamtstundenzahl zum Vorjahr stagniert, da wir zeitintensive Familiensituationen in den Familien unserer Vorstandsmitglieder vorfinden.

Unsere Vorstandssitzungen fanden im Juni und im Oktober 2017 und im Februar und im April 2018 statt. Es nahmen auch in diesem Berichtszeitraum Interessierte teil.

Die Mitgliederversammlung fand am 25.03.2017 in Westerrönfeld statt. Es nahmen 31 Mitglieder teil. Die 42 Kinder spielten im Pepelino Indoor Spieleland unter kompetenter Betreuung.

Am 16.05.2017 fand in Kiel auf Anfrage der Flüchtlingshilfe Kiel eine Fortbildung für Einzelvormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge statt. Dabei lag der Schwerpunkt auf den Jugendhilfeaspekten und den Basics, die auch für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gelten. Dabei wurde besonders die Hilfeplanung als Schwerpunkt im Rahmen der Jugendhilfe besprochen.

Am 08.06.2017 haben wir uns erstmalig Büroräume in Rendsburg für das erste LV KiAP S-H Büro angesehen. Da das uns angebotene Büro über unseren finanziellen Mitteln lag, hat sich der Vermieter bereit erklärt, uns ein kleineres Büro zur Verfügung zu stellen. Ab dem 01.08.17 konnten wir unser erstes eigenes Büro beziehen.

Die Besetzung erfolgt bisher ehrenamtlich durch Vorstandsmitglieder und eines Einzelmitglieds.

Bisher fanden dort schon einige Beratungsgespräche statt.

Auch die telefonische Erstberatung wird vormittags von dort aus übernommen. In wichtigen Angelegenheiten werden die Hilfesuchenden an uns im Vorstand weitergeleitet.

In den Nachmittagsstunden kann der Kontakt schnell und unkompliziert über Mail hergestellt werden. Die anfragenden Pflege-Adoptivfamilien erhalten dann umgehend entweder schriftlich oder durch Rückruf die notwendige Unterstützung.

Am 27.06.2017 fand in Wiemersdorf für interessierte Pflegefamilien ein Vormundschaftsseminar zum Führen von Einzelvormundschaften für Pflegekinder statt. Es waren 14 Pflegefamilien anwesend, die sich vorstellen konnten eine Vormundschaft zu führen. Dieser Kurs wird von uns weiter begleitet, Fragen beantwortet und ein Folgetreffen zwecks Austausch organisiert.

Am 10.07 2017 fand ein Vortrag zum Thema: Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge für das Projekt „Nicht allein“ in Lübeck statt.

Wieder ging es um die Aufklärung von ehrenamtlichen Einzelvormündern im Rahmen der Jugendhilfe.

 

Am 10.10.2017 fand die Kuratoriumssitzung der Yagmur Stiftung in Hamburg statt.

Weiterhin bin ich als Kuratoriumsmitglied aktiv für den Kinderschutz auch in Hamburg tätig.

Am 04.11.2018 fand unser diesjähriger Fachtag in Westerrönfeld statt. Das Thema: „Ansprüche im Rahmen der Jugendhilfe versus Eingliederungshilfe“

Als Referentin hatten wir Frau Rechtsanwältin Mielke aus der Kanzlei Schindler in Heidelberg eingeladen.

Um die Einladungszeit stand das wegweisende Urteil des Bundessozialgerichtes in Leipzig in Aussicht, bei dem über die Anrechenbarkeit des erzieherischen Mehrbedarfes der Jugendhilfe entschieden wurde, dass mit Frau Schindler verhandelt wurde.

Wenige Tage vor dem Fachtag meldete sich die Referentin krank. Da wir in der Kürze der Zeit keinen Ersatz stellen konnten, haben Christoph Malter und ich zu den Themen des Tages referiert und moderiert. Trotzdem war der Tag für uns alle wertvoll und erfolgreich.

Am 18.12.2017 fand der Gedenktag der Yagmur Stiftung statt. Es war vor vielen Teilnehmern aus allen Fachbereichen eine sehr erfolgreiche Veranstaltung.

Am 30.01.2018 fand die Kurbegleitung in Schwedeneck statt.

Dort ist es auffällig und ein über Jahre verfolgtes Richtmaß, wie sich Jugendhilfe in Deutschland rückentwickelt. So haben von den Teilnehmerinnen in den letzten Jahren bestimmt 2-3 noch keinen Hilfeplan.

Auch die Unterstützungsberatung für Pflegefamilien fällt teilweise gänzlich weg.

Für die Teilnehmerinnen ist die Beratung durch unseren Landesverband immer eine Stärkung des eigenen Selbstwertes, jedoch ein tiefer Vertrauensbruch mit dem jeweiligen Jugendamt.

Am 26.02.2018 fand in Kiel ein Termin mit dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Herr Dr. Hase statt. Es ging u.a. um die rechtswidrige Behandlung von behinderten Pflegekindern im Kreis Herzogtum Lauenburg. So werden Mehrbedarfe nicht gezahlt, Pflegegelder der Krankenkassen wurden mit erzieherischem Mehrbedarf verrechnet und nun sollen die Kinder diese Mehrbedarfs-Unterhaltsleistung nicht rückerstattet bekommen, trotzdem das Bundessozialgericht dieses beschlossen hat.

Die thematisierten Jugendhilfefragen waren anfangs für die Mitarbeiter des Ministeriums schwer verständlich. Es wurde dann aber ein erheblicher Unterstützungsbedarf für die betroffenen Pflegekinder im ganzen Bundesland Schleswig-Holstein gesehen und uns Hilfe zugesagt.

Die Hilfe könnte in Form von einer Fachveranstaltung im Landeshaus angeboten werden.

Zuerst bat Herr Hase um die aktuellen Richtlinien der Kreise in Schleswig-Holstein, besonders zu den Mehrbedarfen und den Unterstützungen für beeinträchtigte Kinder.

Wir haben diese angefordert und bis auf wenige liegen uns die Richtlinien vor. Sie werden nun nicht nur von den Mitarbeitern von Herrn Hase, sondern auch von uns ausgewertet.

Krisenhilfen fanden im Berichtszeitraum in gleicher Form, wie bisher statt.

Dabei müssen wir feststellen, dass der Respekt der Jugendamtsmitarbeiter vor Pflegefamilien in extremer Weise gesunken ist. Pflegefamilien werden als Dienstleister der Behörde tituliert und Kinder dadurch bewusst in unsicheren Verhältnissen gelassen. Hilfeplanungen werden oft nicht regelmäßig, manchmal gar nicht gemacht.

Pflegeverträge sollen dann die Pflichten von Pflegefamilien regeln, ohne dabei das Kindeswohl zu berücksichtigen.

Die Auseinandersetzungen mit dem Jugendamt werden für betroffene Pflegefamilien mit ihren Kindern oft zu zerstörerischen Konflikten, bei denen alle nur verlieren.

Das schlimmste dabei ist die bewusste Zerstörung von kindlichen Seelen mit den fatalen Folgen für unsere Gesellschaft.

Am 25.05.2018 ist das neue Datenschutzgesetz in Kraft getreten. Es hat Ulla Wiese erheblichen Zeitaufwand gekostet, sich einzuarbeiten und die gesetzlichen Änderungen auf unseren Verband zu übertragen.

Inzwischen haben wir für alle Mitglieder einen Info Brief fertig, der diese in den kommenden Tagen erreichen wird.

Für das Interesse von Besuchern auf unseren Vorstandssitzungen möchte ich mich recht herzlich bedanken. Die Vorstandssitzungen sind weiterhin für Gäste nach Anmeldung offen. Gern nehmen wir auch Themenvorschläge entgegen, die wir für unsere Mitglieder bearbeiten sollten.

Zum Schluss möchte ich bei unseren Vorstandsmitgliedern bedanken, die mit viel Engagement und Zeit die Arbeit des Landesverbandes unterstützen.

Birgit Nabert

  1. Vorsitzende

 

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