Kindergeld oder Ausbildungsgeld darf nicht bei Schwerbehinderten Pflegekindern vom Jugendamt verrechnet werden.

Nicht "immer wieder mal wird falsch gemacht", sondern: "ES IST EINE UNSITTE DER JUGENDÄMTER, bei Ausbildungsgeld oder BAB-Zuschüssen per Überleitungsantrag (der Kreise, also des zuständigen Jugend- oder Sozialamtes) die Auszahlung der "Bundesmittel" (der Jobcenter) an den Antragsteller (also meist den jungen Menschen) zu verhindern.

Zu Kindergeld:
Ist ein Kind behindert und deshalb nicht in der Lage, sich selbst zu ernähren, steht Kindergeld weiter zu (die Familienkasse muss das zwar gelegentlich prüfen, aber entscheidet dann meist richtig, wenn SBA vorhanden und kein EInkommen). Kommt ein Pflegekind bspw. später (nach der Jugendhilfe) als Pflegekind in die Sozialhilfe, ist es falsch, wenn das Sozialamt das Kindergeld einfach für sich beanspruchen will (Überleitungsantrag). Da lohnt der beleghafte Widerspruch bei der Familienkasse: Man legt dar, wofür das Kindergeld ausgegeben wird, also was bspw. das Sozialamt nicht zahlt und behinderungsbedingt ausgegeben wird... (da gibt es Merkblätter bei den großen Bundesverbänden für Menschen mit Behinderung, bspw. bvkm). Dies ist bei mehreren behinderten Pflegekindern umgesetzt worden und es werden jetzt damit Telefon, Mehrbedarf an Kleidung, Urlaube usw.. finanziert.

Zu Ausbildungsgeld:
Erhält ein Kind/Jugendlicher eine Maßnahme des Arbeitsamtes oder Ähnliches (wegen Behinderung) zur Berufsvorbereitung etc., versuchen mittlerweile sogar die Jugendämter, das Ausbildungsgeld einzustreichen, mit der Begründung, sie leisten den Unterhalt. Auch hier lohnt der Widerspruch beim Jobcenter, wenn behinderungsbedingte Mehrbedarfe nicht abgedeckt sind oder der Zweck des Geldes ein anderer ist, als allgemeiner Lebensunterhalt. Ausbildungsgeld soll junge Menschem "motivieren" steht auf der Internetseite des Jobcenter, ist also somit offensichtlich nicht für den "allgemeinen Regelunterhalt" gedacht. Zumindest die (derzeit) 184 Euro Ausbildungsgeld bleiben also anrechnungsfrei (analog WfMB) und bekommt der junge Hilfebedürftige zur Sicherung seiner "persönlichen Bedürfnisse" bedingungslos, will sagen: damit darf er als "Arbeiter" machen, was er will und muss nicht weiter Rechenschaft ablegen... - Erfolge geben uns Recht - gerade beim Jobcenter im Widerspruch.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0