2014 Kontakte zu Herkunftseltern


Kontakte zwischen Pflegekindern und ihren Eltern und Angehörigen werden in den §§ 1684 und 1685 geregelt. Die Rechtsnorm unterstellt allgemein, dass Kontakte zwischen Eltern und Kindern – so wie bei Scheidungskindern – zu deren Wohl sind und gibt Eltern nicht nur ein Recht auf Umgang, sondern verpflichtet diese auch dazu, damit erhaltenswerte Beziehungen nicht abbrechen. Umgänge haben aber bei vielen Pflegekindern aufgrund negativer Vorerfahrungen, der Trennung und bei Sorgerechtsbeschränkungen auch negative Auswirkungen, die immer wieder hingenommen werden müssen, wenn den Elternrechten Vorrang eingeräumt wird und wenn eine Entspannung in der Umgangssituation selbst nicht gelingt. Umgänge verfolgen verschiedene Ziele in meist hochkomplexen Situationen. Zum Wohl des Kindes muss hier versucht werden eine sichere Basis für das Miteinander von Herkunfts- und Pflegeeltern oder eine gesunde Distanz  zu schaffen.

Im Rahmen der Veranstaltung ist ausreichend Raum vor dem Hintergrund entwicklungs-psychologisch gesicherter Erkenntnisse und vor den rechtlichen Vorgaben, Möglichkeiten der Umgangsgestaltung und Grenzen des Umgangs zu besprechen und Lösungen zu erörtern. Neben dem  Referat ist in den Arbeitsgruppen Raum für mitgebrachte Themen und Fragen zu Umgängen in der Vollzeit- und der Bereitschaftspflege, zu Formen des begleiteten und beaufsichtigten Umgangs und Grenzen der Beschränkung sowie Chancen in der freien Gestaltung durch Pflege- und Herkunftseltern.


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

WordPress spam blockiert CleanTalk.